Was hilft bei Schuppenflechte?

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine sehr unangenehme Krankheit, die oft jahrelange Arztbesuche und Behandlungen mit sich bringt, ohne dauerhaft ganz zu verschwinden.

Die Tipps in diesem Artikel dürfen einen Arztbesuch auf keinen Fall ersetzen! Es handelt sich hier um persönliche Erfahrungen, über die berichtet wird; der Artikel soll keine Anleitung zur Selbstmedikation o. ä. darstellen.

Auch können die hier gegebenen Hinweise sicherlich nur bei leichteren Formen der Schuppenflechte oder im Anfangsstadium helfen. Für jeden Betroffenen sollte an erster Stelle ein Facharzt-Besuch mit gesicherter Diagnose stehen.

Schuppenflechte am Kopf / auf der Kopfhaut

Bei machen Patienten mit Schuppenflechte äußert sich diese nur oder fast ausschließlich im Kopfbereich. Symptome sind eine juckende, nässende Kopfhaut mit mäßiger bis starker Schuppenbildung. Die Schuppen können leicht und trocken, aber auch eher dick und wachsartig sein. Für den Betroffenen ist es fast unmöglich, die Hände von den befallenen Stellen zu lassen und nicht zu kratzen.

Helfen Spezialshampoos gegen Schuppenflechte?

Es gibt einige, in der Regel recht teure Shampoos, die speziell zur Anwendung bei Schuppenflechte gedacht sind. Ob sie nun helfen oder nicht, lässt sich pauschal leider nicht sagen - das muss jeder für sich herausfinden. Die Inhaltsstoffe können Linderung bringen und den Juckreiz eine Weile eindämmen. Die Schuppenflechte allein mit einem Shampoo komplett loszuwerden, gelingt in den meisten Fällen nicht.

Mögliche Ursachen für Schuppenflechte

Schuppenflechte SymbolbildFür die Psoriasis besteht eine genetische Veranlagung; Auslöser können Infektionen, Medikamente oder Verletzungen sein - beispielsweise auch Haarfarbe oder Tönung, die nicht vertragen wird. Auch Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht können die Schuppenflechte begünstigen.

Hygiene bei Psoriasis

Ein häufiger Fehler bei der Behandlung von Schuppenflechte ist übertriebene Hygiene. Man möchte die Krankheit natürlich so schnell wie möglich los werden und probiert deswegen möglicherweise mehrere Mittel auf einmal und so oft wie möglich aus. Es fällt natürlich schwer, nicht täglich zu duschen und sich nicht täglich die Haare zu waschen - gerade dann, wenn die Haare durch die nässenden Stellen schon verkleben und die Kopfhaut unerträglich juckt.

Dennoch: Wer eine Weile durchhält und eben nicht mehr täglich duscht und die Haare wäscht, gibt seiner Haut erst die Chance, sich selbst zu heilen. Denn sonst wird die natürliche Hautbarriere jedes Mal wieder zerstört; die Haut wird entfettet und trocknet immer mehr aus, und die Schuppenflechte kann aufblühen.

Tipps, die die Behandlung der Schuppenflechte unterstützen können

  • Duschen Sie nicht mehr täglich, waschen Sie sich auch nicht mehr täglich die Haare.
  • Duschen Sie nicht zu lange und nicht zu heiß; Gleiches gilt natürlich für die Haarwäsche.
  • Überpflegen Sie Haut und Haare nicht. Ein Miniklecks Shampoo genügt.
  • Tragen Sie eine Mütze, wenn Sie unter Schuppenflechte auf der Kopfhaut leiden, um sich vom Kratzen abzuhalten.
  • Es kann helfen, die betroffenen Stellen in Salzwasser zu baden. Das geht natürlich auch zuhause. Fragen Sie bitte vorher Ihren Arzt, ob bei Ihnen etwas gegen diese Therapie spricht.
  • Vielleicht haben Sie ein Schwimmbad mit Solebecken in Ihrer Nähe. Solebäder können die Heilung ebenfalls unterstützen.
  • Wenn möglich, gönnen Sie sich einen Urlaub am Meer.