Abnehmen mit Hypnose

Meine Erfahrungen

Ich war ein pummeliges Kind und ein nicht eben schlanker Teenager. Sport war nie meins, und so kam es, dass ich irgendwann um die 80 Kilogramm wog bei einer Größe von 1,69 m. Mit der einen oder anderen Diät schaffte ich es immer mal wieder, mein Gewicht um ein paar Kilos zu reduzieren, aber schlank war ich dabei nie, und von Dauer waren meine Abnehm-Erfolge auch nicht. Die Gründe für mein Übergewicht waren, wie schon beschrieben, meine Abneigung gegen Sport und meine ungesunden Ess-Vorlieben, allen voran meine

Cola-Sucht

Ich mochte Cola so gern, dass ich irgendwann meinen kompletten Flüssigkeitsbedarf nur noch über Cola abdeckte. Ein Kakao bei Gelegenheit macht die Sache nicht besser. Wenn man wie ich zwei Liter Cola am Tag trinkt und diese etwa 800 kcal nicht an anderer Stelle einspart - das wäre eine komplette Mahlzeit! - braucht man sich auch nicht wundern, wenn man nicht schlank ist.

Meine Tante brachte mich dann eines Tages - inzwischen war ich Anfang zwanzig - auf die Idee, es mal mit Hypnose zu versuchen. Sie war selbst in einer entsprechenden Gruppe, und da die Teilnahme für mich gerade noch bezahlbar war, meldete ich mich auch dort an.

Was passiert bei der Hypnose?

Ich kann nur berichten, wie es bei mir war: Wir waren eine Gruppe von fünf oder sechs Frauen. Die Sitzungen fanden in einem großen Raum statt. Wir nahmen alle Platz auf bequemen Liegesesseln und bekamen Kopfhörer und etwas seltsam aussehende Brillen auf. Wir mussten die Augen schließen, und dann hörten wir leise Musik und die Stimme unsere Hypnotiseurin, die zu uns sprach. Die Brillen machten ein Lichtspiel, so dass man mit geschlossenen Augen Farben sah.

Nach einer Weile gerät man dann in einen Zustand, der sich schwer beschreiben lässt; vielleicht ist er am ehesten vergleichbar mit den Momenten, bevor man endgültig einschläft. Es ist eine Art Abdriften; man schläft nicht, ist aber auch nicht richtig wach, und vermutlich erreicht das Gesagte das Unterbewusstsein.

Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

Ich konnte mich anschließend jedenfalls nur noch an einen kleinen Teil dessen, was die Hypnotiseurin uns gesagt hat, erinnern. Ich weiß noch, dass sie uns an ein großes Buffet geführt hat und wir uns drei Sachen aussuchen sollen, die wir in Zukunft nicht mehr zu uns nehmen wollen. Bei mir war das natürlich die Cola.

Nach der Stunde, wir waren schon alle dabei, uns die Jacken anzuziehen, kam die Hypnotiseurin mit einem Glas Cola in der Hand zu mir und bot es mir an. Ich roch daran und fand den Geruch wirklich furchtbar.

Schlank durch Hypnose?

Ich kann mich nicht mehr erinnern, an wievielen Sitzungen ich insgesamt teilgenommen habe. Neben dem Erlebnis mit der Cola ist mir noch ein anderes deutlich im Gedächtnis geblieben:

Bei einer weiteren Sitzung sprachen wir vor Beginn der Hypnose über unser Wunschgewicht. Ich erzählte, dass ich am liebsten 56 kg wiegen würde. Die Hypnotiseurin fand das zu wenig und sagte mir, meine Zahl sei die 63.
In der Hypnose sollten wir uns dann alle unsere Zahl vorstellen, leuchtend und schön, all sowas. Ich stelle mir aber nicht die "verordnete" 63 vor, sondern "meine" 56.

Hat die Hypnose funktioniert?

Nun, ein Jahrzehnt später, kann ich rückblickend sagen, wie die Fakten waren und sind:

Ich habe nach der Hypnose etwa ein halbes Jahr keine Cola mehr getrunken. Irgendwann habe ich damit wieder angefangen, aber nicht mehr so exzessiv wie zuvor.

Und: Nach der Hypnose habe ich langsam, aber kontinuierlich abgenommen. Mein Gewicht schwankt immer wieder, aber ich bin nie wieder übergewichtig oder pummelig geworden. Es schwankt ziemlich genau zwischen 56 und 63 kg... Seltsam, oder?

Ich glaube, bei mir hat die Hypnose den Schalter umgelegt, den man braucht, um sein Leben - und seine Essgewohnheiten - nachhaltig zu verändern. Ich wünsche allen, die es auch probieren möchten, viel Erfolg!

von Meike N.

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